Eigentlich ist es erst 7 Uhr und noch gar keine Aufstehzeit, aber im Kopf schiebe ich schon wieder wichtig erscheinende Dinge umher. „Hast Du an alle Aushänge gedacht? Hat der Beamer ein Verbindungskabel in der Tasche ...?“ Also doch aufstehen, das Hin- und Herdrehen hat ja keinen Sinn. Draußen scheint schon die Sonne, also setzte ich mich mit meiner vorbereiteten Polyalumni-Eröffnungsrede in den Garten, um sie noch einmal durchzugehen. Krümel, die Katze, ist auch schon wach und freut sich über Gesellschaft.
Inzwischen ist es deutlich nach 8 Uhr, der Magen knurrt, aber Frühstück ist nicht. Schließlich treffen wir uns 10 Uhr zum Arbeits-Brötchen-Essen. Ach, da fällt mir gleich ein, Tankstelle anrufen und 20 Brötchen bestellen, damit die nachher nicht gerade alle sind. Dann doch erst mal ab ins Bad und in die Maske. Schließlich will ich ja ansehnlich auftreten. Die Zeit bis zum Start ist schnell rum. Brötchen abholen und ab zum Lipsius-Bau. Die Ersten sind schon da und es zieht schon ein Duft von Kaffee durch den Gang. Das stimuliert meinen Magen noch mehr, obwohl ich gar keinen Kaffee trinke.
Geschafft, die Runde ist fast vollständig und die ersten Brötchen werden aufgeschnitten. Lecker, was jeder so mitgebracht hat. Thomas` gute Laune kann man zwar nicht essen, aber sie ist auf jeden Fall ansteckend. Milch und Zucker waren, trotz Abwesenheit des Verantwortlichen, vorhanden. Der Fachbereich Sozialwesen weiß halt, was wichtig ist ...
Es ist ein fröhliches und aufgeregtes Geklapper und Geplapper. Zwischen Butter- und Nutellabrötchen werden Kinderbilder auf dem Lapi angeschaut oder gleich im Original vorgeführt. Ole nebst Papa frühstücken auch mit, Ole hat allerdings bei Mama Cindy seine eigene Quelle.
Der Countdown läuft, Aufbruch zum Geutebrück-Bau. Ich schleppe die Mandlersche Einkaufskiste quer über die Straße, um ja alles dabei zu haben. Kluge Entscheidung, stellt sich später heraus. Die Kiste wurde im Laufe des Tages immer voller und noch mehrfach über die Straße geschleppt. Tische rücken, Stühle stellen, Plakate kleben, Aufsteller zum Stehen bringen, Listen ausdrucken, ausschneiden, festkleben, Klebeband suchen, Pins in den Finger stechen, Kiste durchwühlen, Schweiß abwischen. Freundlich lächeln, die ersten Gäste kommen. Doch nicht, es sind die helfenden Studenten, die sich schon mal hilfesuchend umblicken.
12 Uhr: Katrin sammelt ihre Helden, um im Lipsius-Bau die Seminarräume vorzubereiten und Beamer aufzustellen. Ich bleibe hier und versuche die Studenten ihren Namen zuzuordnen. Chaos ... Aber alles im Griff. Nach 20 Minuten weiß theoretisch jeder, was er zu tun hat. Praktisch verteilen sich unsere Studis im Haus und sind ab diesem Moment eine gute und notwendige Unterstützung. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Die Sponsoren kommen, wohl behütet von Alu Sozialwesen. Man weiß ja, was sich gehört. Wichtige Leute werden ganz persönlich begrüßt und an die nächsten wichtigen Personen weitergeleitet. Klumpenbildung an der Anmeldung, es ist schön, sich zu treffen und alle werden beklebt, bunt natürlich, damit man ja niemanden verwechselt.
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| Rektor Prof. Milke bei der Liveschaltung zu "unserer Doktorandin" Anne Lemnitzer nach Los Angeles, Kalifornien |
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Unser Rektor ist inzwischen da und bereitet seine Direktschaltung nach Amerika vor. Große Überraschung, leider ohne mich. Ich schüttle ihm trotzdem freudig die Hand und entschuldige mich schon mal, dass ich nachher draußen stehe und nicht drin sitze, im Audimax.
Jetzt ist es inzwischen 14 Uhr und wir schieben mit freundlichem Druck unsere angemeldeten und bunt beklebten Teilnehmer zur Begrüßung. Türen zu, durchatmen, Nachzügler begrüßen, beschriften, bekleben und ein bisschen schwatzen. Es läuft prima ...
Fortsetzung folgt ...
[Verfasser ist Kathrin Mandler, FB Medien]
| von Romy Golanowski, am
03.11.09 |
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