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„Ich schaffe mir enorme Perspektiven“

Die erste Bachelor-Absolventin im Studiengang „Internationales Management“ verlässt die Hochschule und startet direkt in den Job.

Stephanie Rohac ist Erste. Nicht bei einem Leichtathletik-Wettkampf, obwohl sie da vermutlich auch nicht schlecht abschneiden würde, sondern im Studium. Sie ist die erste Absolventin, die den neuen Bachelorstudiengang „Internationales Management“ an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) erfolgreich mit der Note 1,1 abgeschlossen hat.

 „Wir waren zu Beginn nur zwölf Leute, die vom Diplom zum Bachelor gewechselt sind“, erklärt die 22-Jährige die Anfänge des Studienganges, „eine Testgruppe sozusagen. Aber gerade weil diese Gruppe so klein war, hatten wir sehr engen Kontakt zu den Professoren und konnten viel intensiver arbeiten.“ Inzwischen dürfen die Studierenden der HTWK Leipzig direkt in den Bachelorstudiengang einsteigen, vor eineinhalb Jahren war dies noch nicht möglich. Als der Studiengang gestartet wurde, konnten sich die Betriebswirtschaftsstudenten, die bereits drei Semester BWL absolviert hatten, damals entscheiden, ob sie einen Diplomabschluss in BWL oder einen Bachelorabschluss „Internationales Management“ machen wollen. Stephanie Rohac wagte es und wechselte: „Bereut habe ich das nie. Dieser Studiengang hat doch noch ein paar mehr Facetten als BWL, außerdem begeistere ich mich schon immer für andere Sprachen und Kulturen. Durch die länderübergreifende Ausrichtung konnten wir auch von Gastdozenten aus Schottland und Finnland profitieren. Man bekommt noch einmal einen anderen Blickwinkel.“ Gerade weil die 22-Jährige fünf Sprachen – neben Deutsch sind das Englisch, Französisch, Spanisch und Schwedisch – spricht, haben ihr die Vorlesungen auf Englisch zugesagt.

Doch nicht nur der Studiengang, auch die praktischen Erfahrungen, die sie während des Studiums sammeln konnte, kamen Stephanie Rohac zugute. „Durch meine Arbeit als Werkstudentin bin ich schließlich an meinen ersten festen Job gekommen“, erzählt sie lächelnd. Denn inzwischen arbeitet sie schon als Assistentin des Direktors für Sales & Marketing EMEA bei der PC-Ware Information Technologies AG in Leipzig. „Vieles, was ich in meinem Studium gelernt habe, kann ich jeden Tag anwenden. Ich habe mir eine solide Basis erarbeitet, kann meine Sprachleidenschaft ausleben und schaffe mir enorme Perspektiven“, sagt die Leipzigerin, die nebenbei noch ein postgraduales Studium an der Dresden International University im Bereich Human Communication absolviert. Einmal im Semester verbringt Stephanie deshalb eine komplette Woche in Dresden, hinzu kommt ein Wochenende pro Monat. „Ich habe schon immer nach neuen Herausforderungen gesucht. Die internationale Schiene möchte ich gern weiterfahren, denn dass ich Job und Studium verbinden kann, ist wirklich klasse. Aber man muss auch etwas dafür tun.“

Autorin: Katrin Gröschel